Scheitern, scheitern, besser scheitern, DVD

Scheitern, scheitern, besser scheitern, DVD

Gert Voss im Gespräch mit Harald Schmidt

von Harald Schmidt; Gert Voss

DVD Video
Reihe: filmedition suhrkamp Band 28
Regisseur: André Heller; Lukas Sturm
186 mm x 138 mm
2011 Suhrkamp
ISBN 978-3-518-13528-0

22.99 EUR
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Kurzbeschreibung
Gert Voss, der im Oktober dieses Jahres seinen 70. Geburtstag feiert, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Bühnendarsteller, 1995 wurde er zum besten Schauspieler Europas gewählt. Harald Schmidt, der selbst Ende der siebziger Jahre die Schauspielschule in Stuttgart besuchte, ist längst eine TV-Ikone. André Heller hat die beiden zusammengebracht, in seinem Haus am Gardasee sprachen sie unter dem Beckettschen Motto "Scheitern, scheitern, besser scheitern" über ihre große Liebe, das Theater. Aus Voss' Erinnerungen an Begegnungen mit Thomas Bernhard und die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Luc Bondy, Klaus Peymann, Peter Zadek und George Tabori bieten mehr als Anekdoten, aus ihnen entsteht eine erzählte Theatergeschichte der Bundesrepublik. Ein "Theater- und Fernsehglück" (Süddeutsche Zeitung).

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
André Heller wurde 1947 in Wien geboren. Er zählt zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Multimediakünstlern der Welt. Seine Verwirklichungen umfassen Gartenkunstwerke, Wunderkammern, Prosaveröffentlichungen und Prozessionen ebenso wie die Erneuerung von Zirkus und Varieté, Millionen verkaufter Schallplatten als Chansonnier eigener Lieder, große fliegende und schwimmende Skulpturen, den avantgardistischen Vergnügungspark Luna Luna, Filme, Feuerspektakel und Labyrinthe sowie Theaterstücke und Shows, die vom Broadway bis zum Wiener Burgtheater, von Indien bis China, von Südamerika bis Afrika ihr Publikum fanden. Lebt in Wien, am Gardasee und auf Reisen.

Harald Schmidt, geboren 1957, ist Kabarettist und Late-Night-Gastgeber, bis Herbst 2011 bei der ARD, danach (wieder) bei Sat1. Darüber hinaus arbeitet er als Regisseur und Schauspieler am Theater, u.a. am Schauspielhaus Stuttgart, wo er auch Ensemble-Mitglied ist. Seit 1993 sind von Harald Schmidt zahlreiche Bücher erschienen.

Gert Voss, geboren 1941 in Shanghai, studierte Germanistik und Anglistik. Danach nahm er Schauspielunterricht und darauf folgten erste Engagements in Konstanz, Braunschweig, München und Stuttgart. Ab 1995 verkörperte er vier Sommer lang die Titelrolle im "Jedermann" bei den Festspielen in Salzburg. Mit Peymann wechselte Voss 1986 ans Burgtheater in Wien und wurde im selben Jahr als "Richard III." gefeiert. Die Inszenierung wurde 1987 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, zusammen mit dem Bernhard-Stück, in welchem Gert Voss sogar im Stücktitel vorkommt: Gert Voss überzeugte offenbar auch den Schauspielern gegenüber äußerst kritischen Thomas Bernhard, der ihm und zwei Schauspielerinnen ein eigenes Stück schrieb, das immer noch in der Originalinszenierung gespielt wird: "Ritter, Dene, Voss". Bernhard hatte wie bei "Minetti" die Namen der gewünschten Uraufführungs-Schauspieler in den Titel geschrieben, da er wiederholt erlebt hatte, dass seine Stücke nicht mit seinen Wunschkandidaten besetzt worden waren.
Er bekam 1988 den Gertrud Eysoldt Ring, 1988 die Kainz Medaille, 1989 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1992 den Fritz-Kortner-Preis, 1997 Preis des Internationalen Theaterinstituts ITI, 1998 Ernennung zum Kammerschauspieler und im Jahr 2000 bekam er den Nestroy-Theaterpreis, drei weitere Male (2001, 2002 und 2007) wurde er dafür nominiert. Er wurde insgesamt sechsmal von der Jury der Zeitschrift "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für den Hörverlag las er Thomas Bernhard und Siegfried Unselds "Der Briedwechsel" (2008). Gert Voss stand bis kurz vor seinem Tod im Juli 2014 noch auf der Bühne.

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