Zum Tod verführt

Zum Tod verführt

Roman

von J. D. Robb

E-Book
Reihe: Eve Dallas, In Death Band 37, Eve Dallas Band 37
Übersetzt von: Uta Hege
560 Seiten
2019 Blanvalet
ISBN 978-3-641-24017-2

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Kurztext / Annotation
Sie kennen den Täter, die Methode, sein Motiv - doch nicht sein nächstes Opfer ...
Thanksgiving steht vor der Tür, und Eve Dallas vom New-York-Police-Department hat alle Hände voll zu tun - denn die große, irische Familie ihres geliebten Ehemanns Roarke hat sich angekündigt. Doch dann wird sie zu einem Tatort gerufen: Die Reinholds wurden in ihrer Wohnung gefunden - auf brutale Weise ermordet. Alle, die sie kannten, sind fassungslos, denn der Täter, das wird schnell klar, war deren eigener Sohn, der aus Rache handelte. Eve und ihr Team wissen also, wer es war, wie es passierte und was die Gründe für den Mord waren. Was sie nun herausfinden müssen, ist, wo der Mörder als Nächstes zuschlagen wird ...

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Textauszug

1

Er konnte ihr Genörgel auf den Tod nicht ausstehen.

Jammern, nörgeln, jammern, nörgeln ... etwas anderes kam, wenn sie ihren verdammten Mund aufmachte, einfach nicht heraus.

Am liebsten hätte er ihr ein für alle Mal das blöde Maul gestopft.

Jerald Reinhold saß am Küchentisch, während die Alte ihre nicht endende Litanei aus Forderungen und Beschwerden auf ihn niederprasseln ließ.

Es war jeden verdammten Tag dasselbe, dachte er erbost. Als ob es seine Schuld wäre, dass er den blöden, langweiligen Job verloren hatte und dass seine Freundin - ebenfalls ein blödes Weib, das sein verdammtes Maul einfach nicht zubekam - ihn rausgeworfen hatte, nur weil er ein bisschen Geld in Vegas auf den Kopf gehauen hatte und ihm die Kreditkarte gekündigt worden war. Weshalb er jetzt gezwungenermaßen bei seiner quengeligen Mutter und bei seinem großmäuligen Alten eingezogen war.

Himmel! Warum konnte ihn die alte Hexe nicht einfach in Ruhe lassen? Warum hackte sie die ganze Zeit auf ihm herum?

Hatte er ihr nicht schon tausend Mal gesagt, dass er die Arbeit nicht verloren hätte, hätte ihn das Arschloch, das sein Chef gewesen war, nicht einfach grundlos an die Luft gesetzt? Okay, er hatte ein paar Tage blaugemacht, na und? Und war gelegentlich zu spät gekommen, aber das waren andere schließlich auch.

Nur dumpfe Arbeitsbienen wie sein schwachsinniger Vater tauchten immer pünktlich bei der Arbeit auf.

Was sollte also das Geschiss? Er hatte diesen Job von Anfang an gehasst und nur gemacht, damit die blöde Lori ihm nicht länger in den Ohren lag, trotzdem gaben seine Eltern allein ihm die Schuld daran, dass er jetzt auf der Straße saß.

Um Himmels willen, er war sechsundzwanzig Jahre alt und hatte etwas deutlich Besseres verdient, als für ein paar Kröten Essen auszufahren.

Lori setzte ihn einfach vor die Tür, nur, weil er - vorübergehend - keine Arbeit hatte, und rastete völlig aus, nur, weil er während eines Trips mit seinen Freunden ein paar Mäuse auf den Kopf gehauen hatte.

Er könnte und er würde eine deutlich Bessere finden als den Breitarsch Lori Nuccio. Die blöde Fotze hatte ihm am Schluss sogar wegen ein paar lächerlicher Ohrfeigen mit einer Anzeige gedroht. Dabei hätte sie viel mehr als ein paar leichte Klapse hinters Ohr verdient, Gott, er wünschte sich, er hätte ihr am Ende noch richtig eine reingehauen.

Denn sie war schuld, dass er jetzt wieder in der Wohnung seiner Eltern saß und dem Gejammer seiner Mutter ausgeliefert war.

Schließlich stemmte Barbara Reinhold auch noch ihre Hände in die Hüften und bedachte ihn mit einem vorwurfsvollen Blick. "Hörst du mir überhaupt zu, Jerry?"

Im Grunde hatte er versucht, sich bei einem Spiel auf seinem Handcomputer zu entspannen, aber jetzt hob er den Kopf und starrte seine besserwisserische, dürre, flachbrüstige Mutter böse an.

"Mir bleibt ja keine andere Wahl, da du nicht einen Augenblick die Klappe hältst."

"So redest du mit mir? So zeigst du deine Dankbarkeit dafür, dass du von uns ein Dach über dem Kopf und Essen auf den Tisch gestellt bekommst?" Sie zeigte auf den Teller mit einer Scheibe Brot und einer dünnen Scheibe Veggie-Putenbrust. "Ich mache dir ein Brot, nachdem du wieder mal erst gegen Mittag aus dem Bett gekommen bist, und dafür bist du noch frech zu mir? Kein Wunder, dass Lori dich rausgeworfen hat. Du wohnst inzwischen seit fast einem Monat hier und hast dich bisher nicht mal nach einer neuen Arbeit umgesehen. So kann es nicht weitergehen."

Er dachte, halt dein Maul, wenn ich es dir nicht stopfen soll, sagte aber nichts, denn schließlich wollte er das Brot essen.

"Du hast keinerlei Verantwortungsgefühl. Da hat dein Vater recht, trotzdem habe ich gesagt, dass wir dir helfen müssen, weil wir deine Eltern sind. Wobei ich wirklich gerne wüsste, ob du dir nicht vielleicht irgendwann auch einmal selber helfen willst."

"Ich habe dir

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