Breath of Life. Zwischen Liebe und Tod

Breath of Life. Zwischen Liebe und Tod

von Christin C. Mittler

E-Book
280 Seiten; ab 14 Jahre
2019 Carlsen
ISBN 978-3-646-60525-9

3.99 EUR
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Kurztext / Annotation
EINFÜHRUNGSPREIS VON 1,99 EURO NUR BIS ZUM 12.Juni 2019!
Dem Tod sollte man besser nicht ins Handwerk pfuschen

Zoes Leben ist meilenweit von Normalität entfernt, seit sie bei einem gefährlichen Autounfall dem Tod gerade so noch von der Schippe gesprungen ist. Denn nun kann sie Verstorbenen wieder Leben einhauchen. Eine Gabe, die sie um jeden Preis geheim zu halten versucht. Fast ebenso sehr bemüht Zoe sich Nate zu vergessen, den Jungen, der ihr Herz mit sich nahm, als er nach ihrem gemeinsamen Unfall spurlos verschwand. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn ausgerechnet Nate steht nach zwei einsamen Jahren plötzlich wieder vor ihr und verwirrt ihre Gefühle mit rätselhaften Aussagen über das Gleichgewicht von Leben und Tod...

Mysteriös, fesselnd und hoch romantisch - eine Liebesgeschichte, die einem den Atem raubt!

Christin C. Mittler wurde 1995 in Köln geboren. Derzeit studiert sie Literatur- und Sprachwissenschaften in Aachen. Schon in der Grundschule schrieb sie Geschichten. Als sie dann das erste Mal von dem Jungen mit der Blitznarbe las, war ihr Schicksal besiegelt: Sie wurde in die fantastische Welt der Magie und übernatürlichen Wesen gezogen. Ihr erstes Buch hat sie mit dreizehn Jahren geschrieben, seit drei Jahren erscheinen ihre Fantasyromane.

Textauszug
Kapitel 1

674.

Mehrmals strich ich das Kästchen auf dem Kalender über meinem Bett durch. Die aufgehende Sonne gelang gerade genug durch meine Vorhänge, dass ich sehen konnte, was ich tat. Und noch einmal den Tag durchstreichen. Mein Körper war schwer vor Müdigkeit, ich konnte die Augen kaum aufhalten. Nur mein Herz machte einen aufregenden Satz. Dann schrieb ich in eine der Lücken, die ich zwischen dem x gelassen hatte, die Zahl.

674 Tage.

Ich starrte die Ziffern an, bis ich alles andere um mich herum ausblendete. In der Dunkelheit war sie schwer zu erkennen und trotzdem war es, als würde die rote Farbe der Tinte mich anleuchten.

Mein Herz machte einen weiteren Satz. Ich konnte nicht verhindern, wie Gänsehaut meine Arme überzog, als sich unter die Freude und Aufregung Düsternis mischte. Ich verkrampfte mich, als könnte es meinen Körper davor schützen, dass es mich überfiel. Ein stechender Schmerz ging von meinem Bauch aus und breitete sich in meinem gesamten Körper aus. Als es in meinen Händen stärker wurde, das Stechen sich in ein Brennen verwandelte, wie wenn man nach Stunden in der Kälte einen warmen Raum betrat, presste ich die Hände auf meine Bettdecke. Die alte Hello-Kitty -Bettwäsche, von der ich vor anderen immer behauptete, nicht zu wissen, warum ich sie überhaupt noch hatte, tat mir gut. Ich war froh den abgenutzten Stoff unter meinen Fingern zu spüren. Es beruhigte mich, der Schmerz ließ nach. Nur das düstere Gefühl blieb, änderte mit jedem Atemzug den Platz, den es in mir einnahm. Mal war es wie ein dumpfes Pochen, mal fühlte es sich an, als würde es die guten Gefühle umhüllen und unter sich begraben.

Ich atmete einige Male tief ein und aus.

Nein, nicht heute , sagte ich mir in Gedanken, bis ich mich selbst davon überzeugt zu haben schien. Nicht heute.

Immerhin hieß es Happy Birthday , nicht Depri Birthday .

"Zoe? Bist du schon wach?" Die Stimme meiner Stiefmutter riss mich endgültig aus meinen Gedanken. Ich sprang auf, wobei ich die Hello-Kitty -Decke mitsamt Handy vom Bett riss. Statt mir Sorgen um das empfindliche Display zu machen - es wäre das dritte geschrottete Gerät innerhalb eines Jahres - lachte ich auf, als es in einem perfekten Bogen im Papiermülleimer neben dem Schreibtisch landete.

Das musste ein Zeichen sein!

Noch immer im Dunkeln griff ich wahllos nach den Klamotten, die quer verteilt auf dem Boden lagen. Dunkle Skinny-Jeans und meinen Lieblingspulli, der denselben Rotton hatte wie die Tinte auf dem Kalender.

Die Tür öffnete sich, während ich auf einem Bein hüpfend meine Socke anzog. Doch statt meiner Stiefmutter stand ihr Sohn Daniel im Rahmen. "Sollte nachsehen, ob du noch schläfst. Als würde man das Elefantengetrampel nicht im ganzen Haus hören."

Erwachsen wie man als jüngere Schwester sein konnte, streckte ich ihm die Zunge raus und machte Anstalten, mich an ihm vorbeizudrücken.

Zu meiner Überraschung fing er mich ab und breitete die Arme aus. Ich konnte an einer Hand abzählen, wie oft er mich in den letzten sieben Jahren umarmt hatte. Das letzte Mal, als ich komplett neu laufen gelernt hatte.

"Herzlichen Glückwunsch", sagte er mit ungewöhnlich sanfter Stimme.

Ich schluckte. Happy Birthday, nicht Depri Birthday.

Er löste sich aus der Umarmung und hielt mich auf Armlänge fest. "Genieß die neue Freiheit."

Ich zog die Augenbrauen hoch, doch er zuckte nur lachend mit den Schultern und schubste mich leicht in Richtung Flur, ehe er in sein eigenes Zimmer ging.

Inzwischen war meine Stiefmutter unten dazu übergegangen, nach uns beiden zu rufen.

"Fünf Minuten", entgegnete ich und rannte in mein Bad.

Als wir nach dem Unfall hierhergezogen waren, hatte ich nicht aus meiner Heimatstadt weggewollt. Erst viel später hatte ich verstanden, wie wichtig der Umzug gewesen war, um vollstän

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