Zwölf Super Krimis mit Pointe: Kommissare und Killer

Zwölf Super Krimis mit Pointe: Kommissare und Killer

von Alfred Bekker

E-Book
Reihe: Uksak E-Books Band
180 Seiten
2019 Uksak E-Books
ISBN 978-3-7389-1137-4

2.99 EUR
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Kurztext / Annotation
12 Super Krimis von Alfred Bekker & Jo Zybell Zwölf Super Krimis zu Weihnachten: Eiskalt serviert von zwei Top-Autoren. Skrupellos, cool, grausam, raffiniert und mit Pointe und immer kurzweilig. Inhalt : Alfred Bekker: Kommissar Weihnachtsmann Jo Zybell: Der Weihnachtsmann schlägt zurück Jo Zybell: Der neue Boss Jo Zybell: 'Seniorenkiller' Jo Zybell: Der Jäger Jo Zybell: Der Witz Jo Zybell: Abrechnung Jo Zybell: Noch einmal ganz neu anfangen Alfred Bekker: Bluternte 1929 Alfred Bekker: Eis in den Bergen von Alfred Bekker Alfred Bekker: Hinter Schloss und Riegel von Alfred Bekker Alfred Bekker: Mord an Bord von Alfred Bekker

Textauszug
Jo Zybell: Der Weihnachtsmann schlägt zurück

B lass vor Zorn schlug Max die Tür des Chefbüros hinter sich zu. Einen der Stühle in der Warteecke beförderte er mit einem Tritt gegen die Glastür, die ins Treppenhaus führte. Er verschwand in der Personaltoilette.

In Gedanken hatte er Leo Kalevski, seinen Abteilungsleiter, schon gut und gern ein halbes Dutzend Mal erwürgt, erschossen oder erschlagen. Heute hätte er sich am liebsten den Brieföffner vom Schreibtisch des Chefs gegriffen, um ihm das gute Stück in den Bauch zu rammen.

Gekündigt! Fristlos! Und das vier Wochen vor Weihnachten!

Mit zitternden Fingern zündete Max sich eine Zigarette an. "Dieses Schwein", murmelte er. Nur weil er mit einem Kunden Streit angefangen hatte!

Okay - es war bereits das dritte Mal innerhalb von zwei Wochen. Aber der Kalevski hatte ja keine Ahnung - saß fett und breit in seinem Chefsessel, während Max und die Kollegen sich mit den nörgelnden Kunden auseinandersetzen mussten, die sich Tag für Tag durch die Regalreihen schoben, und immer mehr Leute versuchten in diesen schlechten Zeiten Preisnachlässe herauszuschinden. Man kam sich vor, wie auf einem orientalischen Basar! Aber davon hatte dieser Saftarsch ja keine Ahnung! Als der noch ein kleiner Verkäufer war, hatten die Leute noch Geld.

Max zog einen Flachmann aus der Innentasche seines Jacketts und goss sich einen kräftigen Schluck in den Hals. Er verfluchte den Tag, an dem er vor zwei Jahren als Verkäufer in der Spielwarenabteilung dieses gottverdammten Kaufhauses angefangen hatte.

Ab nächste Woche sollte er seinen Resturlaub nehmen. Und zum ersten Januar eine neue Stelle suchen. Illusorisch! Und wie sollte er das Janine und den Kindern beibringen?

Max warf die Zigarette in die Kloschüssel und verließ die Toilette. Kurz darauf, im Personalraum, durchsuchte er seinen Spind nach den Pfefferminzbonbons, die er gestern gekauft hatte. Der Hass hatte sich in seiner Brust zu einem kalten Klumpen zusammengeballt. Eine tickende Zeitbombe.

V ielleicht hätte Max an diesem und den nächsten Tagen weiter nicht getan, als ein paar Kunden zu vergraulen und vor den Kollegen Gift und Galle über den Chef auszuspucken. Im schlimmsten Fall hätte er sich volllaufen und sich für den Rest der Woche krankschreiben lassen. Alles schon da gewesen.

Aber der Teufel wollte es, dass ein Anruf sich von der Zentrale in den Personalraum verirrte, ausgerechnet als Max nach einem Kaugummi suchte, mit dem er seine Fahne vertuschen konnte.

Er ging zum Telefon und nahm ab. Eine männliche Stimme wollte den Abteilungsleiter sprechen. "Am Apparat", knurrte Max und fragte sich zugleich, was in ihn gefahren war.

"Ich soll doch am vierzehnten und fünfzehnten den Weihnachtmann in der Spielwarenabteilung mimen." Der Mann druckste ein wenig herum.

"Ja, und?"

"Es geht um das Honorar, Herr Kalevski." Die Stimme des Mannes wurde unsicherer. "Sie sagten, ich soll deswegen noch einmal anrufen, und ..."

"Ach ja - genau!" Max versuchte den jovialen Tonfall des Chefs zu imitieren. "Hören Sie zu, Herr ..."

"... Kaulig", sagte die Stimme erwartungsvoll.

"... Herr Kaulig - wir regeln das in diesem Jahr betriebsintern. Das Budget ist elend schmal, Sie verstehen ..." Der Mann jammerte noch ein bisschen, aber Max ließ ihn abblitzen und vertröstete ihn auf Ostern.

Grimmige Zufriedenheit erfüllte ihn, als er auflegte. Dem Laden schaden, wo es nur ging. Mehr wollte er nicht. Zunächst jedenfalls.

"W ie war es, Schatz?" Janine begrüßte ihn mit einem Kuss auf die Wange.

"Wie immer", sagte Max und schaltete den Fernseher ein. Die Familienserie flimmerte über den Bildschirm, ohne dass er etwas davon mitbekam. Die Wut arbeitete in ihm.

Später nötigten ihn die beiden Mädchen zu einem Spiel - "Fang den Hut". Er verlor ständig. In seinem Hirn schien ein Karu

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