Neal Chadwick Western - Das Gesetz des Don Turner

Neal Chadwick Western - Das Gesetz des Don Turner

von Alfred Bekker

E-Book
160 Seiten
2019 Uksak E-Books
ISBN 978-3-7389-1536-5

2.99 EUR
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Kurztext / Annotation
Don Turner war ein Mann, der einen langen Schatten warf und einen noch längeren Arm hatte. Er betrachtete das ganze County als sein Eigentum. Und er hatte sich längst zum Herrn über Leben und Tod aufgeschwungen. Wer sich gegen den Terror aufbäumte, lebte nicht mehr lange. Deshalb duckten sich alle. Niemand wollte unversehens von einer tödlichen Kugel erwischt werden. Bis dann dieser Satteltramp namens Finley kam und sich überraschend zum Sheriff ernennen ließ. Das war gleichbedeutend mit einem todeswürdigen Verbrechen ...

Textauszug

J im Finlay hatte seinen Lagerplatz bei einer Baumgruppe gewählt. Die Umgegend bestand zum Großteil aus flachem Weideland, das von hier aus weithin zu übersehen war. Es war gutes Land, wie geschaffen, um große Rinderherden zu ernähren.

Die Nacht war alles andere als warm gewesen. Die Morgenkühle hatte Finlay geweckt. Er hatte Holz gesammelt und das erloschene Lagerfeuer wieder entfacht, so dass er sich Kaffee kochen konnte.

Es waren seine letzten Kaffeebohnen, die jetzt einen angenehmen Geruch verbreiteten - und auch sonst musste er feststellen, dass seine Vorräte ziemlich erschöpft waren.

Wird Zeit, dass ich irgendwo einen Job bekomme!, dachte er, denn auch sein Bargeld hatte sich fast vollständig verflüchtigt.

Finlay war vielseitig. Er hatte schon eine ganze Reihe unterschiedlichster Arbeiten verrichtet, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Er war Hilfssheriff gewesen, Postreiter, Cowboy und Schienenleger bei der Eisenbahn. Für kurze Zeit hatte er auch in einem Detektivbüro gearbeitet, drüben im Osten.

Aber dort gefiel es ihm nicht. Es war ihm zu eng. Er mochte die großen Städte nicht, die schwarz vom Ruß der Maschinenwaren und in denen jeder sich unterzuordnen hatte. Als eine Ameise in einem riesigen Ameisenhaufen zu leben, das lag Finlay nicht. er wollte sein eigener Herr sein.

Immer weiter hatte es ihn hinaus in den Westen gezogen, aber die Zivilisation folgte ihm. Die Eisenbahn, an der er selbst mitgebaut hatte, würde sie in den hintersten Winkel des Kontinents tragen und irgendwann, das wusste er, würde es überall so aussehen wie in den großen Städten des Ostens.

Finlay war nach Westen gegangen, um sein Glück zu machen, so wie es viele andere auch taten. Manche kamen mit den Taschen voller Gold zurück, von anderen hörte man nie wieder etwas, weil ihre Leichen irgendwo verscharrt lagen.

Finlay führte die Kaffeetasse zum Mund, schlürfte die heiße Flüssigkeit in sich hinein und bemerkte zufrieden, wie sich die Wärme auf seinen Körper übertrug und in ihm ausbreitete.

Das große Glück, der große Erfolg waren ihm bis jetzt nicht beschieden gewesen, und manchmal fragte er sich, ob es das überhaupt war, was er suchte. Vielleicht war es auch nur ein Vorwand, um nirgendwo zu starke Wurzeln zu schlagen. Er war eine Art Glücksritter, der von Gelegenheitsjobs lebte; ein Tramp, der es bislang nirgendwo lange ausgehalten hatte und dem es nach einer Weile überall zu eng wurde. Er wusste nicht, ob er je einen Ort finden würde, an dem er bleiben wollte.

Finlay hörte nun in der Ferne ein Geräusch, wie es galoppierende Pferde verursachen, und horchte auf. Er sah hinaus auf die Ebene und sah drei Reiter herannahen.

Cowboys wahrscheinlich, so überlegte er.

Das fruchtbare Weideland reichte, so weit das Auge sehen konnte. Es gab also vermutlich Rancher, die sich in dieser Gegend niedergelassen hatten.

Finlay wusste nicht mehr genau, wo er sich befand. Er hatte etwas die Orientierung verloren, und daher kamen ihm die drei Reiter, die mittlerweile so nahe heran waren, dass man ihre Gesichter erkennen konnte, gerade recht.

Er würde sie nach dem Weg fragen.

Als die Reiter ihn erreichten, zügelten sie ihre Pferde und musterten Finlay, der ungerührt seinen Kaffee weitertrank. Allerdings hielt er die Tasse jetzt mit der Linken, während die Rechte stets in der Nähe des Revolvers blieb, den er im Holster trug. Finlay wusste aus eigener Erfahrung, dass man nicht vorsichtig genug sein konnte. wer konnte einem Mann schon an der Nasenspitze ansehen, ob es sich um einen Gentleman oder einen Strauchdieb handelte? In jeden Fall war es besser, auf eine Begegnung mit gesetzlosem Gesindel stets vorbereitet zu sein.

Die Reiter wirkten auf Finlay nicht gerade sympathisch. In ihren Blicken lag unterschwellige Feindschaft, teilweise aber auch offen zur

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