Das Leben ist hart, aber ich bin härter!

Das Leben ist hart, aber ich bin härter!

Wie mich ein Gehirntumor daran erinnerte, an meinem Optimismus festzuhalten.

von Anne Estermann

E-Book
133 Seiten
2019 Books on Demand
ISBN 978-3-7494-5587-4

5.99 EUR
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Kurztext / Annotation
Als bei Anne Anfang 2019 ein Gehirntumor diagnostiziert wird, sind erst einmal alle geschockt. Ihr Umfeld fällt in eine Art Ohnmacht und auch Anne scheint erst einmal überwältigt. Dem ersten Schock kommt ihr aber die richtige Einstellung zur Hilfe: Ihr hoffnungsloser Optimismus! In dem eBook nimmt sie den Leser mit auf ihre Reise, gibt dabei auch Tipps wie sie unter anderem trotz Einschränkungen weiterleben kann, wie sie ihrem Kind durch diese schwere Zeit geholfen hat, was sie bei der Haar- und Narbenpflege beachtet, aber auch, was sie sich immer wieder ins Gedächtnis ruft und es damit geschafft hat, optimistisch zu bleiben. Ein Teil des Erlöses geht im Übrigen an die Hirnforschung. Auf das sie dem einen oder anderen ein wenig Mut und Hoffnung machen kann.

Anne Estermann wurde 1982 in Deutschland geboren und ist 2005 in die Schweiz ausgewandert. Sie ist juristische Angestellte, gelernte Hörfunkmoderatorin und liebt es, zu schreiben und kreativ zu sein. Sie lebt mit ihrer Familie in Luzern.

Textauszug
Du, ich hab da was im Kopf!

"... Irgendetwas passierte in mir. Seit ich wusste, dass es August gab, lebte ich mit noch mehr Ehrfurcht. Zwar war ich vorher schon mit meinem Leben zufrieden und vor allem für vieles dankbar, doch durch das Wissen seiner Präsenz verstärkte sich einmal mehr der Wille, an meinem Optimismus festzuhalten."

Alles fing während meiner Schwangerschaft im Jahr 2012 an.

Zu der Zeit war ich jedoch mit anderen Dingen beschäftigt, zum Beispiel schwanger zu sein und alles für die Ankunft meines Wunschkindes vorzubereiten. Ich hatte auch glücklicherweise keinerlei Beschwerden, bis auf zwei Hörstürze und die Vor- und Senkwehen im letzten Schwangerschaftsmonat, welche ich aber dem körperlichen Stress sowie dem normalen Ablauf einer Schwangerschaft zuschrieb.

Vor allem bei den Hörstürzen meinte mein damaliger Arzt, "dass man während einer Schwangerschaft wenig dagegen tun kann". Ich machte mir dann keine weiteren Gedanken und hatte auch keinerlei seltsame Gelüste. So nahm ich nur 8kg zu (davon waren 3kg das Kind, 2kg weiteres Blut und Wassereinlagerungen sowie die letzten 3kg, welche ich angefuttert hatte).

Auch arbeitete ich bis eine Woche vor Ankunft meines Kindes, was jedoch in der Schweiz normal ist. Da arbeitet man in der Tat, bis das Kind auf die Welt kommt - vorausgesetzt, der Schwangeren geht es natürlich gut und wurde vom Arzt nicht krankgeschrieben.

In der letzten Woche durfte ich es mir jedoch zu Hause gemütlich machen und einen Tag nach dem errechneten Geburtstermin hatte ich wieder diese beschwerlichen Vorwehen. Zumindest dachte ich dies.

Ich war gerade im Wohnzimmer und hörte den Song " Green Pale Ghost " von John Grant (4), der mich richtig hypnotisierte. Ich hörte den Song gefühlt 100mal und neben mir sassen unsere damals noch lebenden drei Hauskatzen. Sie schauten mich die ganze Zeit mit grossen Augen an, als ich den Bauch im Takt hin- und herwippte. Ich denke jetzt im Nachhinein, sie ahnten, dass es bald losgehen würde.

Als die Wehen stärker wurden, rannte ich um unseren Esszimmertisch, denn es half mir, wenn ich mich bewegte. Es sah aber bestimmt zum Schiessen komisch aus!

Mein Mann arbeitete zu dieser Zeit auswärts und kam an diesem Samstag gegen 13 Uhr nach Hause. Die Wehen waren bereits seit 10 Uhr morgens stärker geworden und ich rief im Krankenhaus an.

Die Hebamme meinte, ich solle vorbeikommen und so sind wir um 14.30 Uhr ins Spital, wo meine Tochter fünf Stunden später das Licht der Welt erblickte. Und dies punktgenau zu meinem Lieblingssong " T he Strangest Thing '97 " von George Michael (5).

Mein Mann wollte vorgängig eine Metal-CD laufen lassen, doch ich hatte Angst, dass der Geburtsarzt wie auch die Hebamme fluchtartig die Stätte verlassen würden. So griff ich nach einer CD von einem Lieblingssänger von mir und alle wippten vergnügt im Takt.

Und als mein Kind da war, war ich in meinem ganzen Leben nie stolzer, etwas so Schönes (fast) eigenständig gemeistert zu haben!

Die Jahre vergingen danach wie im Flug und nebst einigen Erkältungen und Grippen, die mich ab und an einholten, ging es mir wie meinen Liebsten eigentlich ganz gut. Ich war auch zu beschäftigt, als mir darüber viele Gedanken zu machen, ob ich nun krank war oder nicht.

Mein Hauptaugenmerk lag auf meinem Kind.

Trotzdem war ich ab und an beim Arzt, denn ich fühlte mich seit der Geburt meines Kindes recht schlapp und müde. So begann ich, einiges auszuprobieren, um mein Immunsystem zu stärken. Ich dachte nämlich, dass ich durch die Geburt in der Tat ein geschwächtes Immunsystem erhalten hätte, denn ab 2015 wurde es beschwerlich.

Hinzu kamen Augenprobleme, wie eine chronische Blepharitis, eine Augenlidrandentzü

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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