Unternehmensethik und Corporate Citizenship

Unternehmensethik und Corporate Citizenship

Wie ein globales Health Care Unternehmen ethische Zielsetzungen in seiner Geschäftstätigkeit operationalisiert und gesellschaftliche Verantwortung proaktiv übernimmt

von Thomas Müller

E-Book
Reihe: Diplom.de Band , Diplomica Band
275 Seiten; PDF-Format
2014 diplom.de
ISBN 978-3-8366-0246-4

48.00 EUR
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Inhaltsverzeichnis
1;Inhaltsverzeichnis;3
2;1. Warum Unternehmensethik?;6
3;2. Aktuelle theoretische Ansätze zur Wirtschafts- und Unternehmensethik im Spannungsfeld zwischen präferenz- und restriktionstheoretischen Ansätzen;10
3.1;2.1 Peter Ulrich: Die Idee des republikanischen Liberalismus und des lebenspraktisch vernünftigen Wirtschaftens als Gegenentwurf zur "Marktgesellschaft";13
3.1.1;2.1.1 Grundlegende Thesen des Ulrichschen Ansatzes;13
3.1.2;2.1.2 Kritik am herkömmlichen ökonomischen Rationalitätsbegriff;15
3.1.3;2.1.3 Der Weg zu einem "vernünftigen" Wirtschaften;19
3.1.4;2.1.4 Der republikanische Liberalismus als Alternative zur "Marktgesellschaft";23
3.1.5;2.1.5 Wirtschaftsbürgerethik als individualethische Ausprägung des republikanischen Liberalismus;27
3.1.6;2.1.6 Unternehmensethik und Ulrichs Kritik am Gewinnprinzip;31
3.1.7;2.1.7 "Ethikmaßnahmen" in der Unternehmenspraxis;37
3.2;2.2. Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral - der wirtschafts- und unternehmensethische Ansatz Karl Homanns;44
3.2.1;2.2.1 Grundlagen der Theorie Homanns;44
3.2.2;2.2.2 Die Legitimation des marktlichen Wettbewerbs;47
3.2.3;2.2.3 Dilemmastrukturen als Grundlage des restriktionentheoretischen Ansatzes;49
3.2.4;2.2.4 Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral;52
3.2.5;2.2.5 Grundlegende Aufgaben der Unternehmensethik;54
3.2.6;2.2.6 Die Prüfung moralischer Forderungen an das Unternehmen;57
3.2.7;2.2.7 Komplementarität und Konflikt zwischen Moral und Gewinn;57
3.2.8;2.2.8 Strategien zur Auflösung des ethisch-ökonomischen Konfliktes;59
3.2.9;2.2.9 Strategische und kommunikative Rationalität;63
3.3;2.3 Moral und Eigeninteresse durch Investitionen in die wechselseitige Besserstellung vereinbar machen - Die ökonomische Ethik Andreas Suchaneks;66
3.3.1;2.3.1 Theoretische Voraussetzungen der Theorie Suchaneks;66
3.3.2;2.3.2 Die Verantwortung der Unternehmen;70
3.3.3;2.3.3 Handlungsbedingungen statt Gesinnungen als zentrale Grundlage der Unternehmensethik bei Suchanek;73
3.3.4;2.3.4 Investitionen in die wechselseitige Besserstellung zur Auflösung von Dilemmastrukturen;75
3.3.5;2.3.5 Die Bedeutung und moralische Qualität der Institutionen;76
3.4;2.4 Der unternehmensethische Ansatz Daniel Dietzfelbingers;80
3.4.1;2.4.1 Das Unternehmen und seine Verantwortung gegenüber seinen Ansprechgruppen;80
3.4.2;2.4.2 Erfolgsfaktoren im Unternehmen;82
3.4.3;2.4.3 Instrumente der Unternehmensethik und ihre Zielsetzungen;84
3.4.4;2.4.4 Unternehmenskultur als Gesamtheit der Wertvorstellungen und Leitbilder im Betrieb;85
3.4.5;2.4.5 Corporate Citizenship;86
3.4.6;2.4.6 Zusammenspiel von Individual-, Unternehmens- und Wirtschaftsethik;89
3.4.7;2.4.7 Anknüpfungspunkte zwischen Ethik und Ökonomie;90
3.4.8;2.4.8 Der Stilgedanke als Synthese ökonomischer und ethischer Zielvorstellungen;92
3.5;2.5 Vergleichende Beurteilung der verschiedenen Ansätze;94
3.5.1;2.5.1 Vergleichende Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze;94
3.5.2;2.5.2 Beurteilung der verschiedenen Ansätze;107
3.6;2.6 Die konzeptionelle Arbeit Klaus M. Leisingers als Brücke zwischen unternehmensethischer Theorie und der Anwendung bei der Novartis AG;113
3.6.1;2.6.1 Hintergründe und Entstehungsbedingungen einer modernen Unternehmensethik;114
3.6.2;2.6.2 Ziele und Aufgaben der Unternehmensethik;116
3.6.3;2.6.3 Grundlinien der Unternehmensethik;117
3.6.4;2.6.4 Instrumente und Adressaten der Unternehmensethik;120
3.6.5;2.6.5 Ökonomische Chancen einer ethischen Geschäftsführung;125
3.6.6;2.6.6 Implikationen für verantwortungsbewusste Unternehmen;126
3.6.7;2.6.7 Die besondere Verantwortung forschender Arzneimittelhersteller;128
4;3. Unternehmensethik und Corporate Citizenship am Beispielder Novartis AG;133
4.1;3.1 Die Entstehung des Unternehmens, sein Selbstverständnis und seine besondere Verantwortung als forschender Arzneimittelhersteller;133
4.2;3.2 Die derzeitige Corporate Citizenship-Strategie bei Novartis;149
4.2.1;3.2.1 Die N

Kurztext / Annotation
Inhaltsangabe:Problemstellung: Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der Frage, wie Moral und Gewinn auf der Grundlage unternehmensethischer Reflexion zu einem tragfähigen Ausgleich geführt bzw. füreinander fruchtbar gemacht werden können. Am Beispiel des Schweizer Pharmakonzerns Novartis AG werden Möglichkeiten dargestellt, wie ein Unternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und ethische Prinzipien fest in seine Geschäftstätigkeit integrieren kann. Dabei werden als Grundlage dieser Arbeit zunächst die theoretischen Ansätze wichtiger Vertreter der Wirtschafts- und Unternehmensethik vorgestellt und einer vergleichenden Beurteilung unterzogen. Dabei wird insbesondere auf den Gegensatz zwischen präferenz- und restriktionentheoretischen Ansätzen eingegangen. Die konzeptionelle Arbeit Klaus Leisingers, heute Präsident der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, bildet den Übergang zur Darstellung der Wahrnehmung unternehmensethischer und gesellschaftlicher Verantwortung bei Novartis. Hierbei wird zunächst durch eine Schilderung der Entstehung und Geschichte des Unternehmens, seines Selbstverständnisses und seiner Ziele, ein erster Einblick in das Unternehmen gegeben. Anschließend wendet sich die Arbeit der aktuellen Corporate Citizenship-Strategie des Unternehmens zu. Hierfür bildet die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung den Ausgangspunkt. Die darauf folgende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Säulen der Corporate Citizenship -Strategie wird von folgenden Fragestellungen geleitet: - Welche besondere ethische Verantwortung kommt der pharmazeutischen Industrie zu? - Auf welcher Basis beruht die Corporate Citizenship-Strategie, wie entstand sie? - Auf welche Bereiche erstreckt sie sich und welche konkreten Maßnahmen umfasst sie dort jeweils? - Wie gestaltet sich die Implementierung der Strategie? An diese Untersuchung schließt sich, auch im Hinblick auf die im ersten Teil vorgestellten theoretischen Fundamente der Unternehmensethik, eine zusammenfassende Beurteilung der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung bei Novartis an. Abgerundet wird die Arbeit mit einem Resumé der gewandelten Rolle und Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Welt. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Warum Unternehmensethik?1 2.Aktuelle theoretische Ansätze zur Wirtschafts- und Unternehmensethik im Spannungsfeld zwischen präferenz- und restrikitionstheoretischen Ansätzen4 2.1Peter Ulrich: Die Idee [...]

Thomas Müller, geboren 1981 in Erlangen, wuchs in Regensburg auf und studierte 2001 bis 2006 in Passau Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit angloamerikanischem Schwerpunkt. Durch zwei Praktika in der pharmazeutischen Industrie und Lehrveranstaltungen zur Unternehmensethik entstand die Idee, sich in der Diplomarbeit intensiv mit dem Thema Corporate Citizenship auseinanderzusetzen. Beruflich ist der Autor derzeit als Trainee bei der Deutschen Bank tätig.

Kurzbeschreibung
In letzter Zeit wurde der Ruf nach einer umfassenden gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen im Sinne einer Corporate Citizenship laut und zunehmend stellt sich die Frage: Ist eine ethisch vertretbare Geschäftstätigkeit unter der Maxime der Gewinnmaximierung und den Sachzwägen eines rauer werdenden globalen Wettbewerbes möglich- und wenn ja, wie? . Dass erfolgreiche Firmen heutzutage neben ökonomischen auch soziale und ökologische Ziele verfolgen sollen, erfährt breite Zustimmung. Doch wie gestaltet sich die unternehmensethische Verantwortung in der Praxis, wenn es hart auf hart kommt ? Wo liegen mögliche Konfliktfelder und wie lassen sie sich lösen? Moderne Corporate Citizenship muss immer vor dem Hintergrund der Globalisierung gedacht werden: Wie können Unternehmen sicherstellen, in ihrem weltweiten Geschäft ethische Standards zu achten, ihre Einhaltung möglichst sogar aktiv zu fördern?
Die Beantwortung dieser Fragen steht im Zentrum dieses Buches mit Bezug auf die Novartis AG, die als Vorreiter im Bereich der Corporate Citizenship gelten kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wie die theoretischen Konzepte zur Vereinbarkeit von Moral und Gewinn in der Unternehmensstrategie, aber auch im operativen Geschäft ihre Anwendung finden. Denn nur, was nachprüf- und messbar umgesetzt wird, kann einen nachhaltigen Beitrag für alle Stakeholder liefern.
Ausgangspunkt für die Untersuchung unternehmensethischen Engagements in der Praxis ist eine vergleichende Analyse der wichtigsten aktuellen Ansätze in der Theorie. Ziel des Buches ist es, zentrale Anwendungsgebiete der Unternehmensethik, aber auch die wichtigsten Spannungsfelder zwischen den einzelnen Positionen herauszuarbeiten. Maßgebliche Vertreter der aktuellen Forschung werden gegenübergestellt- Peter Ulrich und sein Konzept des republikanischen Liberalismus, Karl Homann und Andreas Suchanek als Vertreter einer auf ökonomischen Prinzipien fußenden Ethik und schließlich Daniel Dietzfelbinger mit seinem integrativen Ansatz. In einem Resümée werden die Positionen der vier Wissenschaftler an Hand verschiedener Schlüsselkriterien verglichen und dabei zugleich ihre Stärken und Schwächen aufgedeckt.
Doch halten diese theoretischen Erkenntnisse auch dem Praxistest statt? Wie setzen Unternehmen ihre Verantwortung im Konkreten um? Dies wird im dritten Teil am Beispiel der Novartis AG als weltweit agierendem Konzern untersucht. Zunächst wird auf die Frage eingegangen, welche spezifischen Beiträge große Pharmaunternehmen zur humanen Ausgestaltung der Globalisierung leisten können. Besondere Bedeutung kommt hierbei den so genannten Orphan Diseases wie Tuberkulose und Malaria zu, die lange Zeit im Schatten pharmazeutischer Forschung standen. Auf der Suche nach Lösungsansätzen für globale medizinische Probleme verfolgt das Buch einen integrativen Ansatz: Nur das gemeinsame Engagement der Staatengemeinschaft, der Wirtschaft und der NGOs ist erfolgsversprechend.
Nach dieser einführenden Analyse richtet sich das Augenmerk auf die Corporate Citizenship Strategie der Novartis AG. Ausgehend vom UN Global Compact, einer global orientierten Rahmenordnung für die Wahrnehmung ethischer Verantwortung durch Unternehmen, definierte Novartis vier zentrale Handlungsfelder, auf die sich die Verantwortung als Corporate Citizen bezieht: Patienten, HSE (Health, Safety and Environment), Mitarbeiter und Ethical Business Conduct.
Um dem Ziel, umsetzungsorientiert zu arbeiten, gerecht zu werden, stellt der Autor die genannten Bereiche nicht nur dar, sondern orientiert sich an zwei zentralen Fragen. Erstens: Wie gelangte Novartis zu ihrer heutigen Corporate Citizenship Strategie, wie wurde sie kodifiziert? Zweitens: Wie stellt das Unternehmen sicher, dass diese Ziele auch umgesetzt werden?
Bevor eine abschließende Gesamteinschätzung dieses Engagements im Lichte der theoretischen Erkenntnisse vorgenommen wird, greift das Buch ein besonders kontroverses T

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