Der Spion, den wir lieben - Ein Agent im Wandel der Zeit

Der Spion, den wir lieben - Ein Agent im Wandel der Zeit

Franchise-Sachbuch

von Eric Zerm

E-Book
368 Seiten
2015 In Farbe und Bunt Verlag
ISBN 978-3-941864-95-5

8.99 EUR
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Kurztext / Annotation
Er war der Spion, der uns liebte, der an einem anderen Tag starb, im Casino Royale spielte und immer in tödlicher Mission unterwegs war: Als Ian Fleming 1953 seinen Agenten 007 erschuf, hätte er vermutlich selbst nicht geglaubt, dass Bond, James Bond, innerhalb von kurzer Zeit zum wohl bekanntesten fiktionalen Spion der Weltgeschichte werden würde. James Bond ist Phänomen, Mythos und vor allem Kult. Begleiten Sie Autor Eric Zerm bei seiner Reise ins Bond-Universum und machen Sie es sich mit einem Martini gemütlich. Geschüttelt, nicht gerührt, versteht sich. Aus dem Inhalt: Im Gespräch mit James Bond Die James-Bond-Filme 007 ist immer modern "Mein Name ist Fleming, Ian Fleming" James Bond schwarz auf weiss - Die Romane Der Ian-Fleming-Bond (1) Der Ian-Fleming-Bond (2) James Bonds Weg ins Kino James Bond in Farbe und bunt Sean Connery wird James Bond Der Sean-Connery-Bond (1) Der Sean-Connery-Bond (2) James-Bond-Konkurrenten und -Parodien in den 1960ern George Lazenby wird James Bond Der George-Lazenby-Bond Der Sean-Connery Bond (3) Im Gespräch mit M Roger Moore wird James Bond Der Roger-Moore-Bond (1) Der Roger-Moore-Bond (2) James-Bond-Konkurrenten und Nachahmer in der Moore-Ära Der Sean-Connery Bond (4) Im Gespräch mit Miss Moneypenny Timothy Dalton wird James Bond Der Timothy Dalton-Bond (1) Der Timothy Dalton-Bond (2) James-Bond-Konkurrenten der 1980er und frühen 1990er Pierce Brosnan wird James Bond Der Pierce-Brosnan-Bond (1) Der Pierce-Brosnan-Bond (2) James-Bond-Konkurrenten und -Parodien der Brosnan-Ära Im Gespräch mit Q Daniel Craig wird James Bond Der Daniel-Craig-Bond (1) Der Daniel-Craig-Bond (2) Nur das Beste - Agenten-Abenteuer in Luxus-Ausführung Trocken wie ein Martini - Der 007-Humor Von Schoko-Ratten und ohnmächtigen Sängern "James Bond zu sprechen ist wie ein Ritterschlag" "Mit dem Auto dürfen Sie hier überall parken!" Unterwegs mit Tilly Masterson Am Tisch mit Daniel Craig Treffen der Bond-Veteranen James Bond will return ...

Eric Zerm ist Medienwissenschaftler und Journalist und wurde schon mit 14 Jahren zum James-Bond-Fan. Damals kaufte er sich mit der Thunderball-LP seinen ersten John-Barry-Soundtrack. Bald verschlang er alles, was es mit und über 007 zu lesen gab. Während seines Studiums in Leipzig war James Bond das Thema seiner ersten wissenschaftlichen Arbeit und zur Premiere von Goldeneye entstand 1995 ein einstündiges Radio-Special.

Textauszug
2 - E IN A GENT IM W ANDEL DER Z EIT - 007 IST IMMER MODERN

"Sie sind ein sexistischer, frauenfeindlicher Dinosaurier!" (Agentenchefin M im Film G OLDEN E YE zu James Bond)

"James Bond geht mit der Zeit!" Auf diese einfache Formel bringt der fünfmalige 007-Regisseur John Glen das Erfolgsrezept der Agenten-Serie im Interview mit der cinema 2012. "Die Storys werden an die Gegenwart angepasst, und dann und wann werden die Darsteller ausgetauscht."

Gerade mal sechs Jahre war der Zweite Weltkrieg vorbei, als Fleming seinen berühmten Agenten James Bond erfand, und der eisige Wind des Kalten Krieges fegte über die Welt. Auf dem Eisernen Thron der Sowjetunion saß noch Josef Stalin. 1948 hatte er durch eine Blockade aller Landwege versucht, West-Berlin auszuhungern, um es seinem Einflussbereich einzuverleiben. Die NATO verfolgte gegenüber dem Ostblock eine Strategie der "Massiven Vergeltung". (Michael Bechtel: "Was heißt hier Feindbild? - Fakten und Argumente zum Ost-West-Konflikt", VLR, Bonn 1987, S. 90). Passend dazu drohte US-Präsident Eisenhower damit, "jede Bedrohung mit einem atomaren Gegenschlag zu beantworten". Wegen der sowjetischen Atomwaffen war das längst ein Spiel mit dem Feuer. (Mary Kaldor: "Der imaginäre Krieg - Eine Geschichte des Ost-West-Konflikts", Argument Hamburg, Hamburg/Berlin 1992, S. 99)

Ian Fleming verarbeitete die Atmosphäre des Kalten Krieges, indem er seinem Helden, einem Spezialagenten des britischen Geheimdienstes, gleich in seinem ersten Abenteuer "Casino Royale" einen erbarmungslosen Feind von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs gegenüberstellte: die sowjetische Spionage-Abteilung SMERSH . SMERSH bringt die sowjetischen Agenten dazu, alles zu tun. Wenn sie ihren Befehlen nicht gehorchen oder versagen, werden sie getötet. In dem Dossier, das dem britischen Geheimdienst-Chef M im Roman "Casino Royale" vorliegt, ist vermerkt, dass SMERSH aus den russischen Wörtern "Smyert Schpionam", grob übersetzt mit "Tod den Spionen", zusammengesetzt ist. " SMERSH ist die mächtigste und gefürchtetste Organisation der UdSSR und soll angeblich nie versagen." Die Gruppe untersteht, so das Dossier im Roman, Laurenti Beria persönlich. (Ian Fleming: "Casino Royale", Scherz-Verlag Bern und München, 1993, S. 19) Mit Beria baute Fleming den Namen einer realen Person in seine Geschichte ein. Beria war von 1938 bis kurz vor seiner Hinrichtung 1953 tatsächlich Chef der Geheimdienste der Sowjetunion. Sein Name fällt zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Massaker an polnischen Offizieren in Katyn. ("Putin wagt den Kniefall vor Stalins Opfern", www.spiegel.de ) Als in Flemings Roman der sowjetische Geheimdienst-Finanzier Le Chiffre beim Baccarat-Duell im "Casino Royale" gegen Bond versagt, wird er von einem SMERSH -Agenten durch einen Schuss in die Stirn getötet. Dem gefangenen Bond schneidet der schwarz maskierte Killer mit einem Stilett den kyrillischen Buchstaben SCH (für "Schpion") in den rechten Handrücken.

Ein wahrer Kalter-Kriegs-Thriller ist auch Ian Flemings Roman "From Russia with Love" ("Liebesgrüße aus Moskau"), in dem die sowjetischen Verschwörer als wahre Dämonen dargestellt werden. Einer von ihnen ist Kronsteen, ein skrupelloser Planer, den Fleming bei einer Schachpartie als "eiskalten Zauberer" einführt. (Ian Fleming: "Liebesgrüße aus Moskau", Scherz-Verlag Bern und München, 1992, S. 36) Nummer 2 ist Oberst Rosa Klebb, die Fleming mit einer Kröte vergleicht. "Das dicke Gesicht sah mürrisch und verbraucht aus. Die zähe Haut unter den Augen war verquollen, und das Weiß des Augapfels war von dünnen roten Äderchen durchzogen." ("Liebesgrüße aus Moskau", S. 51) Bonds

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