Klartext: Impfen! - Ein Aufklärungsbuch zum Schutz unserer Gesundheit

Klartext: Impfen! - Ein Aufklärungsbuch zum Schutz unserer Gesundheit

von Thomas Schmitz; Sven Siebert

E-Book
208 Seiten
2019 HarperCollins
ISBN 978-3-95967-884-1

8.99 EUR
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Kurztext / Annotation
Impfen ist ein Riesenthema und die Verunsicherung groß. Vor allem junge Eltern fragen sich: Soll man wirklich sein erst wenige Wochen altes Baby gleich mehreren Mehrfachimpfungen aussetzen? Was ist mit den Nebenwirkungen, Impfreaktionen und Impfschäden? Welche Rolle spielt die Pharmaindustrie? Dabei wird oft übersehen: Die öffentliche Debatte zum Thema wird vor allem von Impfskeptikern und Impfgegnern bestimmt. Mit 'Klartext: Impfen!' bringen der Kinderarzt Thomas Schmitz von der Berliner Charité und der Journalist und Biologe Sven Siebert die erhitzte Diskussion zurück auf eine Ebene der Sachlichkeit und Gelassenheit. Sie bewerten die derzeit empfohlenen Impfungen, erklären - von Diphtherie bis Tetanus, von Rota-Viren bis HPV - die verschiedenen Krankheiten, wie Impfen eigentlich funktioniert und wieso manche Fehlinformationen nicht aus der Welt zu kriegen sind. Und warum Impfzurückhaltung so gefährlich ist. Denn schon heute gibt es wieder eine Vielzahl von vermeidbaren Krankheitsfällen. In Europa steigt die Zahl der Masernfälle, vielfach kommt es zu schweren Krankheitsverläufen. Unterhaltsam und fachlich kompetent appellieren Thomas Schmitz und Sven Siebert an unsere Vernunft: Impfungen retten Leben, im Zweifelsfall das Ihre.

Privatdozent Dr. med. Thomas Schmitz, Jahrgang 1970 ist Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Neonatologe. Er arbeitet als Oberarzt, Wissenschaftler und Dozent in der Klinik für Neonatologie an der Berliner Charité -Universitätsmedizin Berlin. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Berlin.

Textauszug
Vorwort

Es gibt nicht viele Themen, die die Temperatur einer eben noch freundlich-harmlosen Plauderei binnen weniger Minuten auf den Siedepunkt treiben oder in eisige Tiefen abfallen lassen können. Man braucht wirklich sehr viel Disziplin, um in einem Gespräch übers Impfen nicht sehr schnell sehr emotional zu werden. Wenn Sie dieses Buch in die Hand genommen haben, haben Sie das wahrscheinlich schon einmal selbst erlebt. Jemand schneidet das Thema an, es gibt eine kurze Pause, in der man Luft holt - und dann geht's los!

Freundschaften sind darüber zerbrochen, enge Verwandte stellen den Kontakt ein, Mütter und Väter prozessieren gegeneinander bis zum Bundesgerichtshof. Was ist da los? Weshalb kann uns ein auf den ersten Blick gar nicht so spektakuläres Thema wie das Impfen so wahnsinnig aufregen?

Die Antwort ist eigentlich naheliegend. Es geht um unsere Kinder. Kaum etwas verfolgen wir so bedingungslos: Bekommt Kinder! Der natürliche Drang, sich fortzupflanzen, beschäftigt auch uns Menschen in einer modernen Gesellschaft, die sich von vielen natürlichen Prozessen abgekoppelt hat. Wenn man Punkt eins abgehakt hat, und die Kinder auf der Welt sind, kommt Punkt zwei. Und der ist für die meisten Menschen nicht weniger bestimmend: Sorgt dafür, dass es euren Kindern gut geht. Dass sie überleben! Schützt ihre Gesundheit!

Und schon sind wir mittendrin. Denn die Gesundheit der Kinder schützen wollen wir alle. Aber wie das beim Thema dieses Buches am besten gelingt, darüber tobt die Debatte. Für die einen ist es selbstverständlich, Kinder durch Impfungen gegen die Gefahren von Infektionskrankheiten zu schützen. Für die anderen sind gerade Impfungen eine unverantwortliche Gefährdung der Kindergesundheit. Und beide Seiten werfen der jeweils anderen das Gleiche vor: Ihr macht euch schuldig! Ihr gefährdet die Gesundheit eurer Kinder!

Keine gute Voraussetzung für ein entspanntes Gespräch über das Für und Wider einer medizinischen Maßnahme.

Impfen ist Körperverletzung. Das sehen auch Ärzte so, und unsere Kinder werden Ihnen diese Einschätzung jederzeit bestätigen. Wenn der Kinderarzt eine kleine Spritze auf seinem Tablett liegen hat, ist der bis dahin eigentlich ganz entspannte Besuch in der Praxis im Eimer. "Papa! Ich will mich nicht mit einer Nadel stechen lassen!"

Impfen ist tatsächlich - im juristischen Sinne - Körperverletzung. Ähnlich wie operative Eingriffe. Kein Arzt darf in Deutschland eine Impfung verabreichen oder einem bei einer Operation mit einem Skalpell die Bauchdecke öffnen ohne Einwilligung des Patienten - oder seiner Eltern, wenn der Betroffene minderjährig ist. Es geht um die Abwägung, ob der Nutzen eines Eingriffs die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit rechtfertigt.

In manchen Ländern besteht eine staatlich verordnete Impfpflicht. Die gab es auch in der DDR, wo jeder ein Impfbuch besaß, in dem bescheinigt wurde, dass die Bürgerin oder der Bürger der Republik die vorgeschriebenen Impfungen gegen Pocken, Tuberkulose, Kinderlähmung, Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Masern erhalten hatte. Heute muss in Deutschland, ebenso wie in Österreich und in der Schweiz, jeder für sich entscheiden, ob und wogegen er sich und seine Kinder impfen lässt.

Eltern müssen also abwägen. Auf der einen Seite steht der Schutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten. Auf der anderen das Risiko der Nebenwirkungen einer Impfung oder die Sorge über mögliche Impfschäden.

Eltern wollen eine solche Entscheidung heute vielfach bewusst und eigenständig treffen und nicht kritiklos der Empfehlung eines Arztes oder einer staatlichen Kommission folgen. Das ist grundsätzlich verständlich und berechtigt, aber meistens verdammt schwierig. Die Materie ist komplex, das Immunsystem ein kompliziertes Wunderwerk, die Informationen, die gedruckt und online zur Verfügung stehen, sind oft widersprüchlich. Und persönliche Erfahrungen mit

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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