Produktdetails
- Verlag
- Orlanda Verlag GmbH
- Erschienen
- 2026
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 416
- Infos
- 416 Seiten
21.5 cm x 12.5 cm - ISBN
- 978-3-949545-89-4
Hauptbeschreibung
Eine junge Frau sucht ihren Platz auf der Welt – der packende Debütroman von Marion Kraft
»Weltenwechsel« schildert den Lebensweg eines Mädchens, das am Rand der Gesellschaft steht und sich trotz der Schatten der Vergangenheit zur selbstbewussten jungen Frau entwickelt. Julias Kindheit ist von Kriegen, Armut, Ausgrenzung, Rassismus und sozialen Gegensätzen geprägt. In einem »bunten Haus« voller außergewöhnlicher Menschen erlebt sie eine Zeit der Geborgenheit, bevor unerwartete Ereignisse ihr Leben verändern und ihren weiteren Weg bestimmen.
Vor dem Hintergrund der beeindruckenden Familiengeschichte von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen und der Suche nach Identität entfaltet sich ein neues Bild der turbulenten westdeutschen Nachkriegszeit – bewegend, inspirierend und oft verstörend aktuell.
Durch ihre besondere Perspektive liefert Kraft mit ihrem Debütroman einen wichtigen Beitrag zur Zeitgeschichte und eröffnet neue Einblicke.
»Es ist eine Geschichte aus Deutschland, die neben der offiziellen herläuft , als gehöre sie nicht dazu. Marion Kraft erzählt sie in diesem Buch als Teil der Geschichte dieses Landes. Damit sie nicht verloren geht. Sie muss gelesen werden, um sie als Teil der Erinnerung in Deutschland zu bewahren.« Verena Lueken
Kurztext
Julia wächst in einem »bunten Haus« voller außergewöhnlicher Menschen auf. Ihre Kindheit ist gezeichnet von den Narben der Vergangenheit, von Kriegen, Rassismus und tiefen sozialen Gegensätzen. Inmitten dieser Vielfalt erlebt sie eine Zeit der Geborgenheit. Doch ein plötzlicher Verlust und gesellschaftliche Umbrüche stellen Julias Leben auf den Kopf und bestimmen ihren Weg zu einer selbstbewussten jungen Frau.
»Weltenwechsel« erzählt anhand einer besonderen Familiengeschichte von den Herausforderungen und Veränderungen der ersten Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland. Der Roman zeigt, wie diese Nachkriegszeit Julia und ihre Familie geprägt hat und bietet einen neuen, bewegenden Blick auf diese Epoche. Es handelt sich um das Debüt der afrodeutschen Literaturwissenschaftlerin, Autorin, Dozentin und Übersetzerin Marion Kraft.
Textauszug
»Das vierstöckige Mietshaus stand wie eine Festung zwischen den Trümmern. Es war eines der wenigen im Zentrum der Industriestadt, die den Bomben-hagel überstanden hatten. Die Frühjahrssonne schien auf die verstaubte Fassade, als wollte sie das Haus zwischen den Schuttbergen zu neuem Leben erwecken. Nur im dritten Stock war eines der Fenster zur Straße weit geöffnet, aus dem Berta gerade ein weißes Laken hängen wollte. ›Bist du verrückt, Frau, das ist verboten‹, brüllte Walter und riss ihr das Tuch aus den Händen. Er warf es auf den Ohren-sessel mit dem verschlissenen karierten Bezug und knallte das Fenster zu. Ungerührt öffnete sie es wieder, nahm das Laken und klemmte es im Rahmen fest. ›Du und deinesgleichen haben jetzt bald gar nichts mehr zu verbieten‹, sagte sie ruhig. ›Hast du das immer noch nicht begriffen?‹«
Produktsicherheit
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